KI-Kennzeichnung in Webflow: drei Wege nach dem EU AI Act

- Webflow bietet drei Wege: von Hand, über ein CMS-Feld oder automatisiert per Script.
- Das CMS-Feld erreicht nur Bilder aus Collections – was direkt im Designer liegt, bleibt außen vor.
- Eigener Code setzt einen kostenpflichtigen Site-Plan voraus.
- Vorher klären, welche Bilder überhaupt betroffen sind – pauschal alles zu markieren entwertet die Kennzeichnung.
Was Webflow ist: Ein Baukasten, in dem Websites visuell gestaltet und direkt veröffentlicht werden – mit eigenem CMS für wiederkehrende Inhalte und einer Mediathek, in der alle Bilder und Videos liegen. Seit dem 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten aus Artikel 50 der EU-KI-Verordnung. Wer in Webflow eine Website betreut, auf der KI-generierte Bilder oder Videos liegen, muss diese unter bestimmten Voraussetzungen kennzeichnen.
Webflow bringt dafür nach unserem Kenntnisstand keine eigene Funktion mit. Es gibt kein Feld „KI-generiert” an Assets und keine Filterung in der Mediathek. Das heißt aber nicht, dass es umständlich wäre. Diese Seite zeigt drei Wege, vom reinen Handbetrieb bis zur automatisierten Lösung.
Was bei Webflow besonders ist
Designer und CMS sind zwei Welten. Ein Bild kann aus einer Collection kommen – dann hängt ein Datensatz daran, an dem sich etwas festmachen lässt – oder es liegt direkt im Designer auf der Seite, ohne Datensatz. Die meisten Projekte haben beides, und davon hängt ab, welcher der Wege unten bei welchem Bild überhaupt greift.
Ein Rich-Text-Feld ist ein Block, kein Baukasten. Was jemand dort hineinschreibt, gibt Webflow als ein zusammenhängendes Stück HTML aus. Einzelne Bilder darin lassen sich im Designer nicht ansprechen – was Sie für Rich-Text-Bilder gestalten, gilt für alle Bilder in allen Beiträgen. Das ist der unangenehmste Fall, und er hat unten einen eigenen Abschnitt.
Eigener Code hängt am Bezahlplan. Auf einem kostenlosen Projekt kommen Sie weder an Embed-Elemente noch an den Bereich für Custom Code heran. Ob Weg C für Sie überhaupt zur Verfügung steht, entscheidet sich also am Plan, nicht an der Technik.
Was vorher geklärt sein muss
Bevor Sie irgendetwas einbauen, klären Sie den Umfang. Die Pflicht greift nicht bei allen KI-Inhalten.
Kennzeichnungspflichtig sind nach Artikel 50 Absatz 4 im Wesentlichen Deepfakes: Bild-, Ton- oder Videoinhalte, die wirklichen Personen, Gegenständen, Orten, Einrichtungen oder Ereignissen merklich ähneln und einer Person fälschlicherweise echt erscheinen würden.
Ein fotorealistisches Bild von Menschen, die es nicht gibt, fällt darunter. Ein generiertes Hintergrundmuster, ein Icon-Set oder eine erkennbare Illustration in aller Regel nicht.
Wer in Webflow pauschal jedes Bild markiert, produziert Arbeit ohne Nutzen und entwertet die Kennzeichnung dort, wo sie zählt. Die ausführliche Abgrenzung steht in Was gekennzeichnet werden muss und Deepfake, KI-generiert, KI-bearbeitet.
Was die Kennzeichnung leisten muss
Unabhängig vom gewählten Weg gelten dieselben Anforderungen.
Artikel 50 Absatz 5 verlangt, dass die Information spätestens zum Zeitpunkt der ersten Interaktion oder Aussetzung in klarer und eindeutiger Weise bereitgestellt wird und den geltenden Barrierefreiheitsanforderungen entspricht.
Der Verhaltenskodex der EU-Kommission ergänzt Platzierungsvorgaben. Nach der Zusammenfassung der Kommission soll das Symbol deutlich wahrnehmbar sein, dort platziert werden, wo keine Overlay-Elemente darüberliegen, direkt in den Inhalt eingebettet werden und auch sichtbar bleiben, wenn Inhalte erneut geteilt oder heruntergeladen werden. Der Kodex ist freiwillig, die Pflicht aus Artikel 50 nicht.
Für Webflow folgt daraus:
- Sichtbar, nicht nur in Metadaten. Eine Kennzeichnung, die nur in der Datei steckt, erfüllt die Anforderung „wahrnehmbar bei der ersten Aussetzung” nicht.
- Nicht überlagert. Lightbox-Steuerung, Play-Buttons, Verläufe und Consent-Banner dürfen nicht über dem Hinweis liegen.
- Zugänglich ausgezeichnet. Ein Symbol als CSS-Hintergrundbild trägt keinen
Alt-Text. Nutzen Sie ein Image-Element mit sinnvollem Alt-Text oder setzen Sie
ein
aria-label.
Weg A, von Hand. Sie setzen den Hinweis pro Bild selbst ins Layout. Kostet nichts, funktioniert sofort, muss aber bei jedem neuen Upload wiederholt werden. Sinnvoll bei einer Handvoll Bilder.
Weg B, über ein CMS-Feld. Ein Schalter am Datensatz steuert, ob der Hinweis erscheint. Wächst mit dem Bestand – setzt aber voraus, dass die Bilder aus einer Collection kommen. Bilder, die direkt im Designer liegen, erreicht er nicht.
Weg C, automatisiert. Ein Script kennzeichnet anhand einer zentral gepflegten Liste, unabhängig davon, wo im Layout ein Bild steht. Dafür braucht es ein Werkzeug, das diese Liste führt.
Die Wege schließen sich nicht aus. Viele fangen mit A an und stellen um, wenn der Bestand wächst.
Weg A: von Hand
Sinnvoll bis etwa 200 Assets oder wenn nur wenige Seiten betroffen sind.
1. Bestand sichten
Hier kommt die erste Enttäuschung: Das Assets-Panel lässt sich nicht nach Datum sortieren. Die Suche greift nur auf Dateinamen zu, filtern können Sie nach Dateityp und Ordner – mehr nicht. Ein „zeig mir alles, was seit 2023 hochgeladen wurde” gibt es nicht, obwohl genau das die naheliegende Frage wäre.
Bleiben die Dateinamen als erster Filter. Exporte tragen oft Muster wie
DALL·E, Midjourney_, ChatGPT Image oder lange Hashes; danach können Sie
gezielt suchen. Verlassen Sie sich nicht darauf: Wer eine Datei einmal
umbenennt, hat kein Muster mehr.
Bei Stockmaterial ist die Herkunft oft gar nicht ersichtlich. Mehrere Anbieter haben KI-generiertes Material im Katalog, ohne es durchgängig auszuweisen.
2. Bildunterschrift setzen
Der einfachste Weg und zugleich der barrierefreundlichste. Ein Text-Element unter dem Bild, Inhalt zum Beispiel: Mit KI erstellt. Dazu ein Symbol als Image-Element daneben, mit Alt-Text.
Für das Symbol müssen Sie nichts entwerfen: Die EU-Kommission hat im Juni 2026 drei Zeichen veröffentlicht, die frei genutzt werden dürfen. Welches davon passt, hängt davon ab, wie stark KI beteiligt war:
KI war an der Erstellung beteiligt.
Komplett von einer KI erzeugt, ohne von Menschen geschaffene Elemente.
Bestehender Inhalt wurde mit KI verändert, etwa ein ausgetauschtes Gesicht.
Es gibt sie in Schwarz, Weiß und je einer halbtransparenten Fassung – laden Sie die passende in die Webflow-Mediathek und verwenden Sie sie überall gleich. Alle zwölf Dateien und die Platzierungsregeln stehen in Die offiziellen EU-Icons.
Ein Hinweis, der oft untergeht: Die Verwendung dieser Symbole ist freiwillig, die Kennzeichnungspflicht ist es nicht. Und die Kommission hat getestet, dass die Zeichen deutlich besser verstanden werden, wenn ein kurzer Text danebensteht – das Symbol allein sagt vielen Menschen noch nichts.
Nachteil der Bildunterschrift: gestalterisch nicht überall möglich, etwa bei randlosen Hero-Bildern.
Und sie greift nur bei Bildern, die als Image-Element im Designer stehen. Für Bilder, die jemand in ein Rich-Text-Feld eingefügt hat, gibt es kein Element, unter das sich etwas setzen ließe – dazu Schritt 4.
3. Alternativ: Overlay im Bildcontainer
Wenn die Bildunterschrift nicht ins Layout passt:
- Bild in einen Div-Block legen
- Am Div-Block
position: relativesetzen - Darin ein Element mit
position: absoluteplatzieren, etwa unten links - Innenabstand und Hintergrund mit leichter Transparenz, damit der Hinweis auf jedem Bild lesbar bleibt
Achten Sie darauf, dass an dieser Stelle nichts anderes liegt. Nach den Vorgaben des Kodex soll das Symbol dort sitzen, wo keine Overlay-Elemente dazwischenkommen.
4. Sonderfall: Bilder in Rich-Text-Feldern
Der unangenehmste Fall, und der, an dem die meisten Konzepte scheitern.
Das Problem ist strukturell: Ein Rich-Text-Feld gibt ein zusammenhängendes Stück HTML aus. Einzelne Bilder darin lassen sich nicht anfassen, nicht umwickeln und nicht an eine Bedingung binden. Was Sie über „Alle Rich-Text-Bilder” gestalten, gilt für alle Bilder in allen Beiträgen – auch für die echten Fotos. Eine pauschale Markierung ist dort schlimmer als keine.
Drei Behelfe ohne Code, in absteigender Güte:
| Weg | Wie | Taugt für |
|---|---|---|
| Bildunterschrift | Im Rich-Text-Editor pro Bild eine Unterschrift setzen, Webflow verpackt beides in <figure> und <figcaption> | Der beste Behelf: wirkt pro Bild, braucht keinen Code, wird von Screenreadern vorgelesen |
| Bild herausnehmen | Als eigenes Collection-Feld führen und im Template binden – dann greift Weg B | Wenige, dafür prominente Bilder |
| Hinweis am Beitrag | Schalterfeld an der Collection, Hinweis unter dem Titel | Nur als Übergang: Der Hinweis sitzt nicht am Inhalt, und genau das verlangt der Kodex |
Genau hier setzt Weg C an: Ein Script findet die Bilder im ausgelieferten HTML wieder – auch die im Rich Text – und setzt die Kennzeichnung nur an die, die im Register als kennzeichnungspflichtig eingestuft sind.
Der Rich-Text-Block selbst bleibt dabei unangetastet. Das ist der einzige der vier Wege, der den strukturellen Haken von Webflow umgeht, statt um ihn herumzubauen.
5. Als Komponente speichern
Sobald Sie das Muster einmal gebaut haben, speichern Sie es als Komponente. Dann können Sie es überall einsetzen und später zentral ändern, ohne jede Stelle anzufassen. Das ist der Unterschied zwischen einer Lösung, die sechs Wochen hält, und einer, die bleibt.
6. Dokumentieren
Halten Sie fest, was Sie geprüft und wie Sie entschieden haben, mit Datum. Eine Tabelle ist besser als nichts. Was sie leistet und was nicht, steht in Dokumentation und Nachweis.
Weg B: über ein CMS-Feld
Der beste Weg, wenn die Bilder aus einer Collection kommen, also bei Blogs, Projektlisten, Produktseiten, Teamseiten.
1. Feld anlegen
In der Collection ein Feld vom Typ Schalter anlegen, zum Beispiel
KI-generiert. Optional ein zweites Textfeld für den Hinweistext, falls er
variieren soll.
2. Im Template binden
Im Collection-Template das Hinweis-Element einfügen und über die bedingte Sichtbarkeit an das Schalter-Feld binden. Dann erscheint es nur bei Einträgen, bei denen der Schalter gesetzt ist.
3. Bestand nachpflegen
Bestehende Einträge über den CSV-Export und -Import in einem Durchgang aktualisieren, statt jeden Eintrag einzeln zu öffnen.
Was dieser Weg leistet: Er wächst mit. Jeder neue Eintrag bringt das Feld mit, und wer Inhalte pflegt, trifft die Entscheidung beim Anlegen statt Monate später bei einer Nachprüfung.
Was er nicht leistet: Bilder, die direkt auf statischen Seiten liegen, erreicht er nicht. Die meisten Websites haben beides, also brauchen Sie in der Regel Weg A zusätzlich.
Weg C: automatisiert mit wirklich.ai
Ab ein paar hundert Assets wird Handarbeit unwirtschaftlich, spätestens beim zweiten Durchgang in drei Monaten.
Anbindung einrichten
Beim Anlegen des Projekts Webflow wählen und verbinden. Der Medienbestand wird eingelesen, inklusive der tatsächlich ausgespielten Varianten.
Dabei werden Metadaten, Herkunftsangaben nach C2PA und Dateimuster ausgewertet; Unklares landet auf einem Stapel zum Durchgehen. In die Dateien wird nichts zurückgeschrieben, und die Einstufung trifft immer ein Mensch.
Regeln statt Einzelentscheidungen
Hundert Bilder aus derselben Kampagne markieren Sie in einem Rutsch. Als Bezugsgrößen stehen der Ordner in der Mediathek und die Collection zur Verfügung. Wiederkehrende Entscheidungen werden zu Regeln, die auch für neue Uploads greifen.
Einbau des Scripts
In den <head> unter Site Settings → Custom Code:
<!-- wirklich.ai · KI-Kennzeichnung -->
<script src="https://cdn.wirklich.ai/label.js"
data-wirklich-site="IHRE-SITE-ID" async></script>
Unter 10 kB, lädt asynchron, setzt keine Cookies. Zusätzlich zur sichtbaren
Markierung wird die Einstufung maschinenlesbar nach dem IPTC-Vokabular
digitalSourceType ausgegeben, siehe
C2PA und Content Credentials.
Jeder Prüfschritt wird dabei protokolliert; Einträge sind nachträglich nicht änderbar.
Die Kennzeichnung am Bild sagt: Hier war KI im Spiel. Das Protokoll sagt,
wie Sie zu dieser Einschätzung gekommen sind – wie viele Medien erfasst
sind, was geprüft wurde und wann zuletzt. Es liegt auf einer eigenen
Unterseite, etwa /ki-transparenz, und hält sich selbst
aktuell. Wer wissen will, wie das aussieht: Wir betreiben es für diese
Website selbst – unser Protokoll.
- Webflow-Projekt verbinden, Abgleich starten.
- Die gefundenen Medien durchgehen und einstufen – geführt, Frage für Frage. Mit Regeln lassen sich ganze Ordner und Collections in einem Zug abhaken.
- Script einbauen. Ab jetzt trägt jedes eingestufte Medium seinen Hinweis.
- Der Abgleich läuft automatisch weiter und meldet neue Assets.
Die Nutzung der wirklich.ai App ist dauerhaft kostenlos – kostenloses Konto erstellen.
Webflow-spezifische Fallstricke
Custom Code kostet. Sie brauchen entweder einen aktiven Site-Plan oder ein
bezahltes Workspace-Paket (Core, Growth, Agency oder Freelancer). Auf einem
kostenlosen Projekt kommen Sie an Weg C und an Embed-Elemente nicht heran. Auf
der webflow.io-Staging-Adresse läuft Custom Code dagegen mit – dort können Sie
also testen, bevor es auf die eigene Domain geht.
Bildvarianten. Webflow erzeugt automatisch mehrere Größen und liefert sie über ein CDN aus. Was in der Mediathek liegt, ist nicht identisch mit dem, was der Browser lädt – je nach Bildschirmbreite kommt eine andere Datei an. Wer von Hand kennzeichnet, prüft deshalb am fertigen Bild auf der Seite, nicht in der Mediathek.
Verlassen Sie sich nicht auf Metadaten. In den von uns geprüften Webflow-Beständen – gut dreitausend über das Webflow-CDN ausgelieferte Bilder – enthielt keine einzige Datei noch einen Herkunftsnachweis nach C2PA oder eine XMP-Angabe zur KI-Herkunft. Ob die Angaben schon vor dem Upload fehlten oder bei der Verarbeitung verloren gehen, können wir nicht sagen; wir haben es nicht mit einem präparierten Bild gegengetestet. Praktisch bleibt es gleich: Eine Kennzeichnung, die nur in den Metadaten steckt, trägt in Webflow nicht – und sie würde die Sichtbarkeitsanforderung ohnehin nicht erfüllen.
Der Designer ist nicht die Website. Prüfen Sie am Ende auf der veröffentlichten Seite, nicht in der Vorschau.
Assets werden wiederverwendet. Dasselbe Bild kann auf mehreren Seiten liegen. Wenn Sie es an einer Stelle kennzeichnen, ist es an den anderen noch nicht gekennzeichnet.
Was davon bei Weg C entfällt
Bildvarianten. Webflow vergibt jeder Datei eine feste Kennung, die
in allen Größenvarianten im Pfad steht. Das Script liest src und
alle Einträge aus srcset und erkennt das Bild daran unabhängig
davon, welche Größe der Browser gerade geladen hat.
Metadaten. Braucht es nicht – die Einstufung steht im Register, nicht in der Datei. Ausgespielt wird sie sichtbar am Bild und zusätzlich maschinenlesbar in der Seite.
Rich-Text-Bilder. Erreicht das Script genauso wie alle anderen: Es findet sie im ausgelieferten HTML, ohne dass jemand den Block anfassen muss.
Mehrfach verwendete Assets. Einmal geprüft, überall gekennzeichnet. Genau dafür ist das Register da.
Die Prüfung auf der Live-Seite. Entfällt als eigener Schritt, weil das Script ohnehin dort läuft, wo Besucher sind, und meldet, wenn es aktiv ist.
Der Site-Plan bleibt. Ohne Custom Code kein Script – daran können wir nichts ändern.
Haltung zeigen: der wirklich.ai Transparenz-Pledge
Wer Aufwand in Transparenz steckt, muss das nicht im Hintergrund verstecken. Mit dem wirklich.ai Transparenz-Pledge setzen Sie ein Zeichen für ehrliche Kommunikation im Netz – unabhängig davon, ob Sie KI-Medien einsetzen und offen ausweisen oder vollständig auf echte Fotografie setzen.
Das Signet für Ihren Footer verlinkt direkt auf Ihr öffentliches Transparenz-Protokoll. Es zeigt Kundschaft, Partnern und Behörden auf einen Blick, dass auf Ihrer Website nicht nur behauptet, sondern geprüft wird:
Es behauptet bewusst wenig: keine Zertifizierung, keine Rechtskonformität, sondern nur, dass hier gekennzeichnet und darüber Buch geführt wird – nachprüfbar über das verlinkte Protokoll. Was es genau aussagt und was nicht, steht in Das wirklich.ai Signet.
Andere Systeme
Die Anforderungen sind überall dieselben, die Umsetzung nicht. Betreuen Sie weitere Websites, finden Sie hier die passende Anleitung:
Häufige Fragen
Muss ich jedes KI-Bild in Webflow kennzeichnen?
Nein. Die Pflicht nach Artikel 50 Absatz 4 greift bei Deepfakes, also bei Inhalten, die reale Personen, Orte oder Ereignisse zeigen und für echt gehalten werden könnten. Dekorative Grafiken und erkennbare Illustrationen fallen in der Regel nicht darunter.
Reicht ein Hinweis im Impressum?
Nach den Platzierungsvorgaben des Verhaltenskodex soll die Kennzeichnung spätestens bei der ersten Exposition wahrnehmbar und direkt in den Inhalt eingebettet sein. Ein zentraler Hinweis an anderer Stelle erfüllt das nicht.
Muss ich Altbestände nachträglich kennzeichnen?
Die Verordnung regelt das nicht ausdrücklich. Nach einer rechtsanwaltlichen Einordnung der nicht bindenden Kommissionsauslegung spricht viel dafür, dass vor dem 2. August 2026 fertiggestellte Inhalte nicht rückwirkend zu kennzeichnen sind. Empfohlen wird eine freiwillige Nachkennzeichnung, eine gerichtliche Klärung liegt nicht vor.
Was ist mit Bildern in Rich-Text-Feldern?
Rich-Text-Bilder lassen sich im Designer nicht einzeln ansprechen – was Sie dort gestalten, gilt für alle Bilder in allen Beiträgen. Pro Bild funktioniert nur die Bildunterschrift im Rich-Text-Feld selbst. Alternativ nehmen Sie das Bild als eigenes Collection-Feld heraus oder lassen ein Script die betroffenen Bilder zur Laufzeit erkennen.
Muss der Alt-Text den KI-Hinweis enthalten?
Die Kommission empfiehlt, Alt-Text oder ARIA-Label so zu setzen, dass erkennbar wird, dass der Inhalt KI-generiert oder manipuliert ist. Vorgeschrieben ist eine bestimmte Formulierung nicht.
Quellen
- Artikel 50 KI-Verordnung, AI Act Service Desk der EU-Kommission
- Erwägungsgrund 134, AI Act Service Desk
- EU-Icons zur Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten, EU-Kommission
- Verhaltenskodex zur Transparenz von KI-generierten Inhalten, EU-Kommission
- Müssen alte KI-Inhalte nachträglich gekennzeichnet werden? Beyer Rechtsanwälte
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